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27.07.2010
Therapie mit Langzeiteffekt: Behandlung der Daumensattelgelenksarthrose mit Hyaluronsäure
Kleinostheim, 27. Juli 2010 - Aktuelle Studie zeigt hohe Wirksamkeit und sehr gute Verträglichkeit – Kontinuierliche Schmerzabnahme und nachhaltige Kraftsteigerung
Funktionelle Störungen und Schmerzen im Bereich des Daumensattelgelenks (DSG) führen aufgrund der besonderen Bedeutung des Daumens zu einer erheblichen Behinderung der gesamten Handfunktionen im Alltag. Zu den Ursachen hierfür zählt insbesondere die aktivierte Polyarthrose. Die Arthrose des Daumensattelgelenks (DSG) kommt, wie epidemiologische Untersuchungen ausweisen, mit einer Häufigkeit von 10,5 % vor, und zwar meistens bei Frauen jenseits des 50. Lebensjahres. Schmerzen, Kontrakturen und verminderte Belastbarkeit erschweren selbst die Ausführung einfacher Tätigkeiten oder machen sie unmöglich. Intraartikuläre Kortikoide zeigen zwar eine rasch einsetzende Wirkung auf Schwellung und Schmerzen, gegen ihre häufige Verwendung bestehen jedoch Bedenken.
Injektion statt Medikation
Nun könnte sich ein physiologischer Ansatz zur Behandlung der Daumensattelgelenksarthrose für viele Patienten als sinnvolle Therapievariante erweisen: Bei noch nicht zu weit fortgeschrittenem Verlauf bietet die intraartikuläre Anwendung von Hyaluronsäure (HS) in einer geeigneten Darreichungsform eine wenig belastende und außerdem nachhaltige therapeutische Alternative für die Betroffenen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine offene, monozentrische Studie, die Dr. med. Martin Talke, Facharzt für Orthopädie in Berlin, im Mai 2010 auf der 58. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden (VSO) in Baden-Baden präsentierte. An der Studie nahmen 32 Patienten beiderlei Geschlechts ab dem Alter von 45 Jahren teil. Sie alle litten seit mindestens drei Monaten unter Polyarthrosen, insbesondere des Daumensattelgelenks (DSG) und chronischen Schmerzen, vorrangig bei Bewegung und Belastung. In 26 Fällen bestanden die Schmerzen bereits seit mehr als einem Jahr.
Bei 13 Patienten lagen entzündliche Parameter vor, die primär mit Dexamethason-Lidocain behandelt wurden. Nach Abklingen der Entzündungszeichen erhielten diese Patienten dann, wie die übrigen auch, dreimal in wöchentlichen Abständen intraartikuläre Injektionen mit dem Hyaluronsäurepräparat (HS) Curavisc® mini* (fermentativ hergestellte Hyaluronsäure 1%, 1ml Fertigspritzen zur intraartikulären Injektion.) Curavisc® ist ein Produkt der curasan AG im Vertrieb der axxana GmbH.
Alle Patienten haben das HS-Präparat sehr gut vertragen. Die Schmerzbeurteilung erfolgte parametrisch mit der Huskisson-Skala sowie nicht-parametrisch mit einer fünfstufigen Schmerzskala von „keine Schmerzen“ (ein Punkt) bis „unerträgliche Schmerzen“ (fünf Punkte). Es konnten 27 Patienten ausgewertet werden, für die nach drei HS-Injektionen alle Angaben komplett vorlagen. Eine Woche nach der letzten Behandlung erfolgte die abschließende Beurteilung. Auf beiden Schmerzskalen zeigten sich gute bis befriedigende Ergebnisse mit einem Mittelwert von 2,6 für die ärztliche Einschätzung, respektive 2,53 für die Bewertung durch den Patienten.
Bei der Nachuntersuchung nach sechs Monaten wurde die globale Therapiebewertung durch den Arzt im Mittelwert mit 2,2 und von den Patienten mit 2,4 beurteilt.
Besserung mit Langzeiteffekt
Die Behandlung mit dem HS-Präparat Curavisc® mini führte in den meisten Fällen zu einem erfolgreichen Resultat. Dies gewinnt an Bedeutung, wenn berücksichtigt wird, dass bei einer großen Anzahl der Patienten die Schmerz- und Beschwerdesymptomatik bereits über einen langen Zeitraum bestand. Als besonderer Vorteil erwies sich außerdem, dass sich bei den meisten Patienten nicht nur während der 3-wöchigen Behandlung ein Therapieerfolg einstellte, sondern die Besserung anschließend über einen Beobachtungszeitraum von sechs Monaten sogar noch zunahm.
