Intelligentes Knochen Management – Frankfurter Implantologie Tage (FIT) 2016

Kleinostheim, März 2016 – Am 11./ 12. März 2016 fanden die Frankfurter Implantologie Tage (FIT) in Frankfurt am Main statt. Unter dem Motto „FIT für intelligentes Knochenmanagement“ ließ die curasan AG zahlreiche hochkarätige Referenten zu diesem Thema sprechen.

Bildergalerie von der FIT-Veranstaltung 2016

Während der Abendveranstaltung am Freitag sprach Flugkapitän und Leiter der Flugsicherheitsforschung der Lufthansa AG, Manfred Müller, über das offensive Fehler- und Risikomanagement in der Luftfahrt. Die moderne Führungskultur und das Fehlermanagement der Lufthansa-Pilotenausbildung setzen auf konstruktive Teamarbeit und eine gesunde soziale Interaktion aller Beteiligten, was maßgeblich Risiken minimieren könne. Ein Ansatz, der sich auf für die Medizin ableiten lasse.

Die Vorträge am Samstag im Sheraton Hotel am Frankfurter Flughafen widmeten sich ganz den Themen Knochenmanagement und Knochenaufbaumaterialien. Sowohl erfahrene Kliniker wie Prof. Dr. Dr. Frank Palm, Priv.-Doz. Dr. Dr. Arwed Ludwig und Prof. Dr. Dr. Stefan Schermer als auch universitäre Forscher wie Prof. Dr. Christine Knabe-Ducheyne und Priv.-Doz. Dr. Dr. Shahram Ghanaati beleuchteten unterschiedliche Aspekte moderner Knochenersatzmaterialien. Unter der Moderation von Dr. Wolf-Dietrich Hübner, Leiter Bereich Medizin der curasan AG, präsentierten die Referenten ihre zum Teil umfangreichen Langzeiterfahrungen mit dem synthetischen Knochenregenerationsmaterial CERASORB®. Zu den Sprechern zählten weiterhin Dr. Fabian Peters, Technischer Leiter der curasan AG, Dr. medic. Henriette Lerner sowie Dr. Robert Miller aus Miami, USA.

Knochenersatz oder –regeneration?

Dr. Peters beschrieb eindrücklich den Unterschied zwischen Knochenersatz und Knochenregeneration. CERASORB® M basiert auf phasenreinem Beta-Tricalciumphosphat und weise ein optimales Verhältnis von Primärstabilität, Resorptionszeit und Knochenneubildung auf, so Peters. Es biete aufgrund seiner chemischen und biologischen Eigenschaften bei der physiologischen Defektversorgung eine zuverlässige Alternative zu Spongiosa.

Die Referenten zeigten den Teilnehmern anhand wissenschaftlicher Daten und praktischer Anwendungsfälle, dass synthetische Knochenregenerationsmaterialien wie CERASORB® M mit seinen resorptiven Eigenschaften eigenem bzw. fremdem menschlichen Knochen oder Knochen tierischen Ursprungs überlegen ist. Ginge es nach den Befürwortern synthetischer Knochenaufbaumaterialien wie Prof. Dr. Dr. Stefan Schermer, stelle zudem der Eingriff zur Gewinnung von Eigenknochentransplantaten – sei es vom Kiefer- oder Beckenkammknochen etc. – einen unnötigen Eingriff dar. Des Weiteren seien Rinder-oder Humanspender-Knochenersatzmaterialien nie ohne Restrisiko hinsichtlich virologischer bzw. immunologischer Verunreinigungen – ganz abgesehen von der zusätzlichen Aufklärungspflicht gegenüber den Patienten.

Dr. Robert Miller aus Miami, Florida, USA, der seit mehr als 10 Jahren bevorzugt CERASORB® M verwendet, verglich synthetische Knochenaufbau- und bovine Knochenersatzmaterialien. Einen der Vorteile des resorbierbaren synthetischen ß-Tricalciumphosphats sieht er in der, in zahlreichen Studien nachgewiesenen bioaktiven Rolle des freigesetzten Calciums, das den Umbau des Regenerationsmaterials in körpereigenen Knochen fördert. Dr. Miller wies in seinem Vortrag deutlich auf die immer offensichtlicher werdenden Nachteile bei der Verwendung von bovinen Materialien hin. Anhand etlicher klinischer Fallbeispiele, in denen Patienten zuvor andernorts mit bovinem Material versorgt wurden und die wegen Problemen seine Klinik aufsuchten zeigte er, dass diese Materialien anscheinend nicht resorbiert und umgewandelt werden, sondern eher eine von einer bindegewebigen Einscheidung begleitete Abstoßungsreaktion hervorrufen und den natürlichen Knochenumbauprozess so behindern.

Fazit und Ausblick

Die Veranstaltung hat die Diskussion um die Vorteile der synthetischen Knochenaufbaumaterialien CERASORB® M und den damit verwandten Produktgruppen wieder in Schwung gebracht und den Teilnehmern äußerst interessante Anregungen geliefert. Die Vorträge konnten beeindruckend darstellen, dass die Knochenaufbaumaterialien der curasan AG auf komplexen biologischen und materialkundlichen Erkenntnissen basieren. Weitere spannende Produkte befinden sich schon in der Pipeline.

Michael Schlenk, CEO der curasan AG, äußerte sich sehr zufrieden über den Verlauf und das Ergebnis: „Die Resonanz der Teilnehmer ist durchweg positiv. Wir werden die Frankfurter Implantologie Tage auch in Zukunft jährlich wiederholen mit zunehmend internationaler Ausrichtung. Damit schaffen wir eine wichtige Plattform zur Intensivierung unseres Dialogs mit den Anwendern.“

Die nächsten Frankfurter Implantologietage sind für 2017 geplant.

Über die curasan AG:

curasan entwickelt, produziert und vermarktet Biomaterialien und andere Medizinprodukte aus dem Bereich der Knochen- und Geweberegeneration. Als Branchenpionier hat sich das Unternehmen vor allem auf synthetische Knochenersatzstoffe zur Verwendung in der Orthopädie sowie der dentalen Implantologie spezialisiert. Zahlreiche Patente und eine umfangreiche Liste an wissenschaftlichen  Dokumentationen belegen den klinischen Erfolg der Produkte und die hohe  Innovationskraft von curasan.  Weltweit profitieren chirurgisch tätige Zahnärzte, Implantologen und Mund-, Kiefer,- Gesichtschirurgen sowie Orthopäden, Traumatologen und Wirbelsäulenchirurgen vom hochwertigen und anwenderorientierten Portfolio des Technologieführers.

Das Unternehmen unterhält seinen eigenen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandorts in Frankfurt/Main, dessen Ausstattungsniveau höchste Ansprüche erfüllt und der von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) sowie anderen internationalen Behörden erfolgreich auditiert ist. Neben dem Stammsitz betreibt der Konzern eine Tochtergesellschaft, curasan Inc., im Research Triangle Park in der Nähe von Raleigh, N.C., USA. Die Aktien der curasan AG sind im General Standard an der Frankfurter Börse gelistet (ISIN: DE 000 549 453 8).

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