Ti-Titan-Folien

Ti-Titan-Folien sind nicht resorbierbar und besonders geeignet für dreidimensionale Knochenrekonstruktionen (GBR-Guided Bone Regeneration). Die Ti-Titan-Folie wird bei Bedarf mit einem abgestimmten, einfach zu handhabenden Befestigungssystem fixiert.

Titan gilt in allen Bereichen der Chirurgie als sicheres und bewährtes Material.

Die Titanfolie ist erhältlich in den Stärken 20 µm und 40 µm.

Die Titanfolie 40 µm bietet Mikrostabilität. Ihre Oberfläche ist chemisch elektropassiviert, dadurch bioelektrisch absolut neutral. Die Folie ist undurchlässig und liefert auch in exponierter Lage hervorragende Ergebnisse, wobei eine Exposition aufgrund der schleimhautähnlichen Farbe der Membran optisch unauffällig ist. Die 40 µm starke Folie muss fixiert werden.

Die Titanfolie 20 µm ist sehr flexibel und kann beispielsweise zur Abdeckung parodontaler Defekte oder von Extraktionsalveolen eingesetzt werden. Die 20 µm starke Folie muss in vielen Fällen nicht fixiert werden.

 

Produktvorteile

  • Die völlig undurchlässige Titanfolie ist vorspannfähig, stabil und raumschaffend z.B. für einen Kieferkammaufbau.
  • Durch die zahnfleischähnliche Farbe passt sie sich im Falle der Exposition optisch der Umgebung in der Mundhöhle an (siehe Abbildung).
  • Das auf die Folie abgestimmte Befestigungssystem („reinnageln – rausschrauben“) vereinfacht das Einbringen und das Entfernen der Folie.
  • Die Folien, wie auch die Pins, sind durch elektrochemische Passivierung bioelektrisch absolut neutral und tragen somit zur komplikationslosen Entwicklung des aufzubauenden Knochens bei.

Anwendungsgebiete

Einsatz in der Gesteuerten Knochenregeneration (GBR – Guided Bone Regeneration), besonders bei dreidimensionalen Knochenrekonstruktionen.

Klinische Vorgehensweise (dreidimensionaler Aufbau)

Die Folie wird zugeschnitten (Ecken sorgfältig abrunden), in Form gebogen (vorgespannt) und mit Ti-Titanpins, meist vestibulär, befestigt. Die Pins besitzen ein kurzes Schraubengewinde unterhalb des Kopfes.

Sie werden zum Befestigen der Folie problemlos eingenagelt. Die Folie kann auch in exponierter Lage zum Einsatz kommen, da sie völlig undurchlässig ist und das Augmentat so geschützt ist.

Nach dem therapeutischen Zeitraum können die Befestigungs-Pins in einfacher Weise hochgeschraubt und abgehoben werden.